DDV fordert zu schnellem Handeln bei der Beschäftigungspolitik auf
Alle Liberalisierungschancen aus Brüssel müssen genutzt werden / Kein Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland!
Der Deutsche Direktmarketing Verband e.V. (DDV) begrüßt ausdrücklich, dass die Regierung den "Abbau der Arbeitslosigkeit" in der Präambel der Koalitionsvereinbarung als "zentrale Verpflichtung" verankert hat. Das Präsidium des DDV fordert die Regierung nun dringend zur 1:1-Umsetzung der EU-Richtlinien auf.
Patrick Tapp, Vizepräsident des DDV: "Hiermit erinnern wir die zukünftige Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihr Wahlversprechen und nehmen die Koalitionsregierung in die Pflicht. Zum einen müssen Liberalisierungschancen aus Brüssel umgehend und in vollem Umfang genutzt werden. Zum anderen sind 'Reparaturarbeiten' an denjenigen Gesetzen erforderlich, die zu einem Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland führen. Die Chance zur Schaffung von Arbeitsplätzen, so Tapp, biete ganz aktuell die UCP- Richtlinie (Unfair Commercial Practices) für den Bereich Telemarketing und Communication Center.
Telemarketing als "Jobmotor"
Entsprechend der hohen Investitionen von Unternehmen wächst das Direktmarketing in Deutschland seit Jahren kontinuierlich. Dabei verzeichnet die Communication Center-Branche in den vergangenen Jahren ein besonders rasantes Wirtschaftswachstum. Mit sieben Prozent pro Jahr liegt es drei- bis viermal so hoch wie das durchschnittliche BSP-Wachstum in Deutschland. Die Gesamtinvestitionen in das Marketinginstrument "Telefon" betragen jährlich fast fünf Milliarden Euro (2004). Gab es 1998 nur 1.600 Call Center, so ist die Zahl in diesem Jahr auf rund 5.500 gestiegen, in denen mehr als 330.000 Mitarbeiter arbeiten, davon 45 Prozent in Vollbeschäftigung. Mit der Qualifikation "Kaufmann für Dialogmarketing" sorgt die Branche zudem für die Schaffung von Ausbildungsplätzen. Damit zeigt sich deutlich, welche Kraft für eine Verbesserung der Beschäftigungssituation in Deutschland in diesem "Jobmotor" steckt. Aus Sicht des DDV ist es deshalb die dringende Aufgabe der Regierung , die rechtlichen Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum dieser Branche zu schaffen.
Konzept für Telefonmarketing
Der DDV hat bereits auf Basis der Vorgaben der UCP-Richtlinie ein entsprechendes Konzept zur regulierten Selbstregulierung erarbeitet, das auf drei Säulen basiert: verbindliche Branchenregeln, DDV-Telefon-Robinsonliste und verbandsübergreifende Beschwerdestelle. Patrick Tapp: "Der DDV hat seine Hausaufgaben gemacht. Nun ist es an der Regierung, so schnell wie möglich zu handeln und die Liberalisierung im Sinne der Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze umgehend durchzusetzen."
Über den DDV
Der Deutsche Direktmarketing Verband ist der größte nationale Zusammenschluss von Direktmarketing-Unternehmen in Europa und einer der Spitzenverbände der Kommunikationswirtschaft in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Dienstleistern und werbungtreibenden Unternehmen der gesamten Dialogmarketing-Branche. Dazu zählen u. a. Dialogmarketing-Agenturen, Adress- und Informationsdienstleister, Call Center-Dienstleister, Direct Mail-Unternehmen sowie Direktmarketing-Anwender aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen, wie z. B. Verlage, Versicherungen, Automobilhersteller. Schwerpunkt der Verbandsarbeit ist das Lobbying für die Branche. So entwickelt der DDV Konzepte zum Verbraucherschutz und setzt sich für einen sinnvollen Datenschutz ein, der sowohl die Datenschutzinteressen der Verbraucher, als auch die Interessen der Wirtschaft berücksichtigt.
Kontakt:
Patrick Tapp
Vizepräsident Public Affairs und Verbraucherdialog
DDV Deutscher Direktmarketing Verband e.V.
p.tapp(at)ddv.de
069/27236-0
18.11.05